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Art meets Charity

Dezember 8, 2018 - Dezember 9, 2018

Wie kommt man eigentlich dazu, sich auf Pferdeportraits zu spezialisieren, und was hat das ganze mit der Welthungerhilfe zu tun? Die Künstlerin Kerstin Tschech im exklusiven Portrait

„Ich würde sie so gerne mal begleiten nach Afrika“, sagt Kerstin Tschech. Die Rede ist von Gudrun Bauer. Die Hamburger Verlegerin reist mehrmals im Jahr zu den Orten, an denen sie mit der Welthungerhilfe Projekte umsetzt und unterstützt. „Reiten gegen den Hunger“ heißt die gemeinsame Initiative. Dabei geht es vor allem um den Zugang zu Nahrungsmitteln und sauberem Trinkwasser.

Malen für den guten Zweck

„Ich bin vor etwa zehn Jahren auf die Welthungerhilfe aufmerksam geworden – bei der PSI Versteigerung auf dem Hof Kasselmann“, erzählt Kerstin Tschech. Die junge Künstlerin war damals wegen ihrer ausdrucksstarken Pferdeprotraits als Ausstellerin bei der großen Pferde-Auktion angefragt worden. 2015 hat sie dann erstmals Acrylgemälde für die begleitende Wohltätigkeitsversteigerung zur Verfügung gestellt – mit durchschlagendem Erfolg. Zwei Gemälde wurden für insgesamt etwa 24 000 Euro ersteigert.

Pferde haben die begeisterte Reiterin schon immer fasziniert. Das merkt man ihren liebevollen Portraits auch an. Geschickt fängt sie Stärke, Dynamik, Anmut und Persönlichkeit ihrer Modelle ein. Das erste war natürlich ihr eigenes Pferd. Heute malt sie – zumindest bei ihren Auftragsarbeiten – meistens mit einem Foto als Vorlage. Aber wie läuft das eigentlich ab – der Weg vom Foto zum Gemälde?

„Gerade für die Malerei von Pferden ist es wichtig, naturalistisch zeichnen zu können. Anatomiestudien sind die Voraussetzung für die Darstellung korrekter Proportionen und das Malen abstrakter Details. Den Charakter des Pferdes zum Ausdruck zu bringen, stellt mit die größte Schwierigkeit bei der künstlerischen Umsetzung dar“, erklärt Tschech. Zunächst macht sie anhand zahlreicher Studien und Skizzen Entwürfe für das spätere Acrylgemälde. Dann fertigt sie selbst von Hand in ihrem Atelier im unterfränkischen Greußenheim ihre Leinwand an und beginnt, schichtweise Farbe aufzutragen. „Pastos“ heißt die Technik, die sie verwendet. Dabei wird eine zähflüssige Farbe reliefartig auf der Leinwand verteilt.

Sie verwendet schnell trocknende und geruchslose Acrylfarben. „Öl braucht ja zum Teil fünf Jahre, bis die Farben nicht mehr stark riechen“, sagt Kerstin Tschech und lacht. „Das dauert mir und meinen Kunden zu lange.“ Abschließend  trägt die Künstlerin eine Firnis auf das Gemälde auf. Die Schutzschicht soll die Farben noch besser zur Geltung bringen, das Bild versiegeln und ihm eine besondere Tiefenstruktur geben.

Und in diesem Jahr hat sich Kerstin Tschech sogar etwas besonderes einfallen lassen für „Reiten gegen den Hunger“. Sie hat eine ganze Portraitreihe angefertigt, aus der sich ein glücklicher Höchstbietender ein Gemälde selbst aussuchen durfte. Die Versteigerung fand wie zuletzt auch im Rahmen der großen Pferdeauktion auf dem Hof Kasselmann statt und ein Teil der Einnahmen fließt in das ambitionierte Projekt der Hamburger Verlegerin, die schon bald wieder persönlich vor Ort sein wird, um sich vom Erfolg von „Reiten gegen den Hunger“ zu überzeugen. Und vielleicht wird Kerstin Tschech sie begleiten…

 

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Details

Beginn:
Dezember 8, 2018
Ende:
Dezember 9, 2018
Veranstaltungskategorie:
Website:
www.kerstin-tschech.de

Veranstaltungsort

Ankum
Tütinger Straße 28
Ankum, 49577